Hundekrankenversicherung für den Mops (2026)

Der Mops ist charmant, verschmust und ein echter Familienhund. Seine kurze Schnauze und der kompakte Körperbau bringen aber ein klares gesundheitliches Profil mit: die Atemwege, die Augen und die Wirbelsäule. Das brachyzephale Atemwegssyndrom (BOAS) ist das bekannteste Risiko. Eine gute Absicherung mit Einschluss brachyzephaler Erkrankungen ist hier besonders wichtig.

Gesundheitsrisiko: hoch (brachyzephal) Stand August 2026 Empfehlung: Vollschutz
Mops
Rassesteckbrief
Lebenserwartung 11,6 Jahre (Median)
Gewicht 6,3-8,1 kg (FCI-Ideal)
Typische Risiken Atemwege, Augen, Wirbelsäule
OP-Wahrscheinlichkeit hoch

Was kostet der Tierarzt bei einem Mops?

Typische Kostenspannen zur Orientierung (je nach GOT-Satz und Klinik):

1.500-3.000 €
BOAS-OP (Atemwege)

GOT Nr. 687 bzw. 688: 487,60 bis 792,35 Euro zum einfachen Satz, hochgerechnet auf den üblichen 2- bis 3-fachen Satz plus Narkose, Diagnostik und Nachsorge

320-700 €
Cherry-Eye-OP

Nickhautdrüse je Auge laut Kostenübersicht des Versicherers Dalma, beidseitig 600 bis über 1.200 Euro

600-1.500 €
Patellaluxation-OP

Reine Operation je Knie laut Kostenübersicht Dalma, mit Diagnostik und Nachsorge 1.000 bis 1.800 Euro

Merke: Beim Mops kommen teure Atemwegs- und Augen-Operationen mit chronischen Haut- und Augenleiden zusammen. Beides zusammen deckt nur ein guter Vollschutz, der brachyzephale Erkrankungen ausdrücklich einschließt.
Zu den Tarifen

Die besten Tarife für den Mops

Wichtig bei dieser Rasse: brachyzephale Atemwegs-OPs (BOAS) müssen eingeschlossen sein, dazu unbegrenzte OP-Leistung, hohe GOT-Sätze, kurze Wartezeiten und Deckung auch für chronische, laufende Behandlungen.

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Warum der Mops eine besondere Absicherung braucht

Der Mops ist ein kleiner, kompakter Hund. Anders als die verbreitete Zuchtangabe von 12 bis 15 Jahren nahelegt, liegt er in beiden großen Datenarbeiten unter dem Schnitt: Median 11,6 Jahre gegenüber 12,5 Jahren über alle Hunde (McMillan et al. 2024, 584.734 Hunde), und in den VetCompass-Sterbetafeln 7,65 Jahre Lebenserwartung ab Geburt gegenüber 11,23 Jahren in der Gesamtpopulation (Teng et al. 2022). Gerade seine markanten Merkmale, die kurze Schnauze, die großen Augen und der gedrungene Körperbau, sind aber zugleich seine gesundheitlichen Schwachstellen. Kaum eine andere Rasse ist so eng mit rassetypischen, teils zuchtbedingten Erkrankungen verbunden. Das macht einen frühen, umfassenden Schutz besonders wichtig.

Wer die typischen Risiken kennt, kann den passenden Tarif gezielt auswählen, statt nur auf den Beitrag zu schauen. Beim Mops stehen dabei die Atemwege im Mittelpunkt, dazu Augen, Wirbelsäule, Haut und Gelenke. Vor allem eines gilt: Der Tarif muss brachyzephale Erkrankungen einschließen, sonst hilft er im wichtigsten Fall nicht.

Das brachyzephale Atemwegssyndrom (BOAS): das größte Risiko

Als brachyzephale, also kurzköpfige Rasse leidet der Mops besonders häufig unter dem brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndrom (BOAS). Verengte Nasenlöcher, ein zu langes Gaumensegel und enge Atemwege führen dazu, dass die Luft nicht frei strömt. Wie häufig das ist, hängt davon ab, wie man zählt. In der tierärztlichen Grundversorgung wurde binnen eines Jahres bei 6,6 Prozent der Möpse eine BOAS-Diagnose dokumentiert gegenüber 0,1 Prozent bei allen anderen Hunden, ein 53,9-fach erhöhtes Risiko (O'Neill et al. 2022, Canine Medicine and Genetics 9:4, 4.308 Möpse gegen 21.835 andere Hunde aus 905.544 Tieren der britischen Primärversorgung; die Möpse waren dort im Median erst 2,36 Jahre alt). Wird dagegen jeder Mops aktiv per Belastungstest untersucht, sind es 64,6 Prozent: So viele von 189 gezielt rekrutierten Möpsen waren BOAS-positiv (Liu et al. 2017, PLOS ONE 12(8):e0181928). Die niedrige Zahl misst dokumentierte Diagnosen, die hohe Zahl misst aktiv gesuchte Befunde in einer nicht repräsentativen Stichprobe.

Anzeichen sind lautes Atmen, Schnarchen, schnelle Erschöpfung bei Belastung und eine ausgeprägte Hitzeempfindlichkeit, weil kurznasige Hunde schlecht über Hecheln abkühlen. Bei stärkerer Ausprägung hilft nur eine Operation, bei der das Gaumensegel gekürzt und die Nasenlöcher geweitet werden. Die Gebührenordnung für Tierärzte setzt dafür 487,60 Euro an (Nr. 687), im komplizierten Fall 792,35 Euro (Nr. 688), für die beidseitige Korrektur stenotischer Nasenflügel zusätzlich 121,90 Euro (Nr. 686), jeweils zum einfachen Satz. Mit dem in der Praxis üblichen 2- bis 3-fachen Satz plus Narkose, Bildgebung, stationärer Überwachung und Nachsorge liegen die Gesamtkosten realistisch bei rund 1.500 bis 3.000 Euro.

Augenerkrankungen beim Mops

Die großen, hervorstehenden Augen und die flache Schnauze machen den Mops sehr anfällig für Augenprobleme. Besonders häufig sind Hornhautgeschwüre: 6,8 Prozent der Möpse gegenüber 0,7 Prozent der übrigen Hunde binnen eines Jahres, ein 13-fach erhöhtes Risiko (O'Neill et al. 2022). Ursache ist das stärker exponierte Auge mit oft unvollständigem Lidschluss. Ohne rasche Behandlung drohen bleibende Schäden.

Dazu kommen die Pigmentkeratitis, bei der sich die Hornhaut dunkel verfärbt und das Sehen einschränkt, der Vorfall der Nickhautdrüse (Cherry Eye) und das trockene Auge. Viele dieser Fälle erfordern eine dauerhafte Behandlung mit Augentropfen oder eine Operation. Der Versicherer Dalma nennt für die operative Reposition der Nickhautdrüse insgesamt 320 bis 700 Euro je Auge und 600 bis über 1.200 Euro bei beidseitiger Versorgung, jeweils inklusive Untersuchung, Narkose, Medikamenten und Nachkontrollen. Der Augenbereich ist beim Mops damit ein eigener Kostenschwerpunkt.

Wirbelsäule und Hemivertebrae

Wirbelfehlbildungen sind bei kurzköpfigen Rassen mit geringelter Rute häufig, beim Mops aber anders verteilt als oft dargestellt. In einer Auswertung von 171 neurologisch unauffälligen Hunden (Ryan et al. 2017, The Veterinary Journal 221:25-29) hatten 80,7 Prozent mindestens eine Fehlbildung der Brustwirbelsäule. Keil- und Halbwirbel (Hemivertebrae) sind dabei vor allem das Thema der Französischen Bulldogge mit 93,5 Prozent, unter den 68 untersuchten Möpsen fanden sie sich nur bei 17,6 Prozent. Klinisch bedeutsam waren die Befunde umgekehrt gerade beim Mops am häufigsten (4,7 Prozent). Die meisten Fehlbildungen bleiben also stumme Zufallsbefunde.

Für die typische fortschreitende Hinterhandschwäche des Mopses wird in der veterinärneurologischen Literatur ein eigenes Krankheitsbild geführt, die Mops-Myelopathie (Pug Dog Myelopathy). Zeigt ein Mops neurologische Symptome, sind eine aufwendige Diagnostik (Bildgebung) und teils eine Operation nötig, dazu eine langwierige Nachsorge mit Physiotherapie. Weil diese Fälle sowohl teuer als auch langwierig sein können, gehören sie zu den wichtigen Argumenten für einen umfassenden Schutz.

Hautfaltenentzündungen und Allergien

Die typischen Gesichtsfalten des Mops sind eine weitere Schwachstelle. In den warmen, feuchten Hautfalten sammeln sich Bakterien und Hefen, was zu wiederkehrenden Hautfaltenentzündungen führt. Das Risiko liegt deutlich über dem anderer Rassen. Auch allergisch bedingte Hauterkrankungen mit Juckreiz kommen vor.

Solche Hauterkrankungen sind meist chronisch und müssen immer wieder behandelt werden, mit Reinigung, Medikamenten und teils Spezialfutter. Weil hier laufende Kosten entstehen und keine einmalige Operation reicht, greift eine reine OP-Versicherung nicht. Der Krankenvollschutz ist die passende Absicherung für diese wiederkehrenden Behandlungen.

Patellaluxation und Gelenke

Wie viele kleine Rassen neigt der Mops zur Patellaluxation, bei der die Kniescheibe aus ihrer Führung springt. Je nach Schweregrad äußert sich das durch zeitweises Humpeln oder ein Hochziehen des Beines. In ausgeprägten Fällen ist eine Operation nötig. Der Versicherer Dalma beziffert die reine Operation mit 600 bis 1.500 Euro je Knie und den einseitigen, unkomplizierten Fall inklusive Diagnostik und Nachsorge mit 1.000 bis 1.800 Euro. Oft ist im Lauf des Lebens auch das zweite Knie betroffen.

Ein Verstärker, der bei kaum einer anderen Rasse so deutlich belegt ist, kommt dazu: Übergewicht. In derselben Auswertung waren 17,4 Prozent der Möpse als adipös dokumentiert gegenüber 6,9 Prozent der übrigen Hunde, das mediane Gewicht lag bei 8,95 Kilogramm und damit über dem FCI-Idealgewicht von 6,3 bis 8,1 Kilogramm (O'Neill et al. 2022; FCI-Standard Nr. 253). Jedes Kilo zu viel verschärft Atemnot und Gelenkbelastung zugleich. Diese Probleme sind früh angelegt, zeigen sich aber erst später. Genau deshalb ist ein Abschluss im Welpenalter wichtig, bevor die ersten Symptome als Vorerkrankung gelten.

OP-Schutz oder Vollschutz für den Mops?

Der reine OP-Schutz sichert die großen Eingriffe ab: die BOAS-Operation, Augen-OPs und die Patellaluxation. Er ist günstig und deckt genau die teuren, unplanbaren Operationen. Für viele Halter ist er der solide Basisschutz, sofern brachyzephale Erkrankungen eingeschlossen sind.

Weil der Mops aber besonders zu chronischen Erkrankungen wie Hautfaltenentzündungen, Augenleiden und Atemwegsproblemen neigt, die dauerhaft behandelt werden, ist der Krankenvollschutz bei dieser Rasse meist die rundere Wahl. Er übernimmt neben Operationen auch die laufende Behandlung. Den Vergleich findest du in der Hundekrankenversicherung und der Hunde-OP-Versicherung.

Worauf du beim Tarif für den Mops besonders achten solltest

Beim Mops zählt vor allem ein Punkt, der bei robusten Rassen keine Rolle spielt: wie der Tarif mit angeborenen und rassespezifischen Erkrankungen umgeht. Komplette Rasseausschlüsse sind im deutschen Markt zwar die Ausnahme, der Haken sitzt aber im Detail: Manche Tarife bezuschussen angeborene Fehlentwicklungen nur bis zu einem festen Betrag je Fehlentwicklung, andere setzen dafür eine eigene, längere Wartezeit an. Beim Mops fallen BOAS, Wirbelfehlbildungen und Patellaluxation genau darunter.

Daneben gelten die üblichen Kriterien: eine Erstattung bis zum 4-fachen GOT-Satz, ein hohes oder unbegrenztes Jahreslimit und der Einschluss chronischer Behandlungen. Warum der GOT-Satz zählt, erklärt der Ratgeber GOT einfach erklärt.

Wartezeiten: warum du früh abschließen solltest

Für angeborene und rassespezifische Erkrankungen gilt bei mehreren Tarifen eine eigene, längere Wartezeit als die allgemeine Frist. Wer erst abschließt, wenn der Mops schon schwer atmet oder das Auge Probleme macht, ist im Ernstfall nicht geschützt, weil das Leiden dann als Vorerkrankung gilt.

Der beste Zeitpunkt ist deshalb das Welpenalter, bevor erste Symptome auftreten. Dann ist der Beitrag am niedrigsten und noch nichts als Vorerkrankung ausgeschlossen. Gerade beim Mops mit seinen früh angelegten Veranlagungen ist das besonders wichtig.

Vorerkrankungen: wenn schon etwas bekannt ist

Zeigt dein Mops bereits deutliche Atemgeräusche, hatte schon ein Augenproblem oder eine Gelenkbehandlung, gilt das als Vorerkrankung und wird in der Regel ausgeschlossen. Eine Aufnahme ist teils noch möglich, aber ohne Deckung für den betroffenen Bereich, und genau der ist beim Mops oft der teuerste.

Auch das spricht klar für den frühen Abschluss. Wer wartet, bis die ersten brachyzephalen Beschwerden auftreten, kommt für das wichtigste Rasserisiko zu spät.

Was kostet die Versicherung für einen Mops?

Weil der Mops als Risikorasse gilt, liegt der Beitrag über dem einer robusten Rasse gleicher Größe. Eine OP-Versicherung mit Einschluss brachyzephaler Erkrankungen liegt je nach Anbieter und Tarif im mittleren zweistelligen Bereich pro Monat, der Krankenvollschutz mit chronischen Behandlungen darüber. Den genauen Beitrag berechnen die Anbieter individuell nach Alter, Wohnort und Tarif.

Gemessen an einer einzelnen BOAS- oder Augen-OP von mehreren Tausend Euro relativiert sich der Monatsbeitrag schnell. Ein früher Abschluss im Welpenalter sichert den günstigsten Preis und den vollen Schutz, bevor etwas auffällt.

Checkliste für Mops-Halter

Fazit: den Mops richtig absichern

Der Mops ist ein liebenswerter Familienhund, dessen Schwachstellen klar in den Atemwegen, den Augen und der Wirbelsäule liegen. BOAS-Atemwegs-OPs, Augenerkrankungen, Hemivertebrae, Hautfaltenentzündungen und Patellaluxation sind teure oder langwierige Fälle, die bei dieser Rasse deutlich häufiger vorkommen als bei robusten Hunden.

Schließe deshalb früh einen Krankenvollschutz ab, der brachyzephale Erkrankungen ausdrücklich einschließt, mit unbegrenzter OP-Leistung und Deckung chronischer Behandlungen. So ist dein Mops im Ernstfall wirklich abgesichert, und im Vordergrund steht die beste Behandlung, nicht die Rechnung.

Häufige Fragen zur Mops-Versicherung

Warum ist der Mops so anfällig für Atemprobleme?

Der Mops ist eine brachyzephale, also kurzköpfige Rasse. Durch die extrem verkürzte Schnauze sind die Atemwege verengt: zu enge Nasenlöcher, ein zu langes Gaumensegel und ein oft zu enger Kehlkopf führen zum brachyzephalen obstruktiven Atemwegssyndrom (BOAS). In der tierärztlichen Grundversorgung wurde binnen eines Jahres bei 6,6 Prozent der Möpse eine BOAS-Diagnose dokumentiert gegenüber 0,1 Prozent der übrigen Hunde, das entspricht einem 53,9-fach erhöhten Risiko (O'Neill et al. 2022, 4.308 Möpse aus 905.544 Hunden). Wird dagegen jeder Mops aktiv per Belastungstest untersucht, fällt der Anteil viel höher aus: 64,6 Prozent unter 189 gezielt rekrutierten Möpsen (Liu et al. 2017). Anzeichen sind lautes Atmen, Schnarchen, schnelle Erschöpfung und Hitzeempfindlichkeit. Bei stärkerer Ausprägung hilft nur eine Operation.

Was kostet eine BOAS-Operation beim Mops?

Die Gebührenordnung für Tierärzte führt die chirurgische Behandlung des Brachyzephalensyndroms unter Nr. 687 mit 487,60 Euro zum einfachen Satz, den komplizierten Fall unter Nr. 688 mit 792,35 Euro, die beidseitige Korrektur stenotischer Nasenflügel unter Nr. 686 mit 121,90 Euro. Mit dem in der Praxis üblichen 2- bis 3-fachen Satz sowie Narkose, Bildgebung, stationärer Überwachung und Nachsorge landet man realistisch bei rund 1.500 bis 3.000 Euro. Wie viele Möpse im Lauf ihres Lebens tatsächlich operiert werden, ist nicht erhoben; belegt ist, dass ihr BOAS-Risiko 53,9-fach über dem anderer Hunde liegt (O'Neill et al. 2022).

Übernimmt jede Versicherung brachyzephale Erkrankungen beim Mops?

Das unterscheidet sich stark, und zwar meist nicht über einen kompletten Rasseausschluss, sondern über Details im Bedingungswerk: Manche Tarife bezuschussen angeborene Fehlentwicklungen nur bis zu einem festen Betrag je Fehlentwicklung, andere setzen für rassespezifische und angeborene Erkrankungen eine eigene, längere Wartezeit an. Beim Mops fallen BOAS, Wirbelfehlbildungen und Patellaluxation genau in diese Kategorie, deshalb gehören diese beiden Punkte vor Abschluss geprüft. Am wichtigsten ist der frühe Abschluss, bevor erste Symptome auftreten, sonst gilt das Atemwegsproblem als Vorerkrankung und wird ausgeschlossen.

Welche Augenerkrankungen hat der Mops?

Durch die großen, hervorstehenden Augen und die flache Schnauze ist der Mops sehr anfällig für Augenprobleme. Häufig sind Hornhautgeschwüre (das Risiko liegt um ein Vielfaches über dem anderer Rassen), die Pigmentkeratitis, bei der sich die Hornhaut dunkel verfärbt und das Sehen einschränkt, sowie der Vorfall der Nickhautdrüse (Cherry Eye). Auch trockenes Auge kommt vor. Viele dieser Fälle erfordern eine Behandlung oder Operation, weshalb der Augenbereich beim Mops ein eigener Kostenschwerpunkt ist.

Reicht eine OP-Versicherung für den Mops?

Ein guter OP-Schutz deckt die großen Eingriffe wie die BOAS-Operation, Augen-OPs und die Patellaluxation ab. Der Mops neigt aber auch zu chronischen Erkrankungen wie wiederkehrenden Hautfaltenentzündungen, Augenleiden und Wirbelsäulenproblemen, die dauerhaft behandelt werden. Diese laufenden Behandlungen deckt nur der Krankenvollschutz, der bei dieser Rasse deshalb meist die rundere Wahl ist. Entscheidend ist in beiden Fällen der Einschluss brachyzephaler Erkrankungen.

Weitere Rassen

Quellen

Jede Quelle steht mit der Angabe, die sie belegt. Alle Quellen zuletzt geprüft am 28.08.2026.

  1. O’Neill et al., Health of Pug dogs in the UK: disorder predispositions and protections, Canine Medicine and Genetics 9:4 · 2022 · pmc.ncbi.nlm.nih.govBelegt: BOAS bei 6,6 gegen 0,1 Prozent (Odds Ratio 53,92), Hornhautgeschwüre bei 6,8 gegen 0,7 Prozent (13,01), Adipositas bei 17,4 gegen 6,9 Prozent, ein medianes Gewicht von 8,95 Kilogramm und ein Medianalter der Kohorte von 2,36 Jahren, ausgewertet über 4.308 Möpse gegen 21.835 andere Hunde aus 905.544 Tieren.
  2. Liu et al., Conformational risk factors of brachycephalic obstructive airway syndrome in pugs, French bulldogs, and bulldogs, PLOS ONE 12(8):e0181928 · 2017 · journals.plos.orgBelegt: dass 64,6 Prozent von 189 gezielt untersuchten Möpsen BOAS-positiv waren.
  3. Ryan et al., Prevalence of thoracic vertebral malformations in French bulldogs, Pugs and English bulldogs, The Veterinary Journal 221:25 bis 29 · 2017 · kostenpflichtig · colab.wsBelegt: dass 80,7 Prozent der 171 neurologisch unauffälligen Hunde mindestens eine Wirbelfehlbildung hatten und Hemivertebrae bei Französischen Bulldoggen mit 93,5 Prozent weit häufiger vorkamen als beim Mops mit 17,6 Prozent.
  4. McMillan et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 14:531 · 2024 · nature.comBelegt: das mediane Lebensalter von 11,6 Jahren gegenüber 12,5 Jahren über alle Hunde.
  5. Teng et al., Life tables of annual life expectancy and risk factors for mortality in dogs in the UK, Scientific Reports 12:6415 · 2022 · nature.comBelegt: die Lebenserwartung ab Geburt von 7,65 Jahren gegenüber 11,23 Jahren über alle Hunde.
  6. FCI-Standard Nr. 253 Pug · Fassung vom 07.09.2023 · fci.beBelegt: das Idealgewicht von 6,3 bis 8,1 Kilogramm.
  7. Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) vom 15. August 2022, BGBl. I S. 1401 · zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 15.03.2023 · gesetze-im-internet.deBelegt: die Gebührenpositionen Nr. 686, 687 und 688 zu den Operationen am Brachycephalensyndrom sowie den 1- bis 3-fachen Satz.

Kostenangaben von Versicherern sind Angaben des jeweiligen Anbieters, keine amtlichen Preise.

Redaktion: Patrick Leiß · Stand: August 2026 · Quellen

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