Katzenversicherung nach Rasse

Rassekatzen bringen eigene, gut dokumentierte Gesundheitsrisiken mit, von der Herzmuskelerkrankung HCM bis zur Hüftgelenksdysplasie. Sie entscheiden mit darüber, welcher Schutz passt und was er kostet. Hier findest du rassespezifische Ratgeber mit den typischen Risiken und den richtigen Tarif-Kriterien. Alle Angaben quellenbelegt, Stand August 2026.

P Recherche & Redaktion: Patrick Leiß · Stand August 2026 · Methodik

In Vorbereitung: Bengal, Heilige Birma, Norwegische Waldkatze und weitere. Wir bauen die Rasse-Ratgeber laufend aus.

Warum die Rasse bei der Katzenversicherung zählt

Bei Katzen wird die Rasse oft unterschätzt, dabei ist sie ein ähnlich starker Faktor wie beim Hund. Viele Rassekatzen gehen auf kleine Zuchtpopulationen zurück, entsprechend häufig treten erbliche Erkrankungen auf. Bekannte Beispiele sind die hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) bei Maine Coon, Ragdoll und Britisch Kurzhaar, die polyzystische Nierenerkrankung (PKD) bei Perser und Britisch Kurzhaar sowie die Hüftgelenksdysplasie bei großen, schweren Rassen. Beim Perser kommen die Folgen des flachen Gesichts hinzu, also Atemwege, Tränenkanäle und Augen.

Diese Erkrankungen haben eines gemeinsam: Sie verlaufen chronisch und verursachen über Jahre Kosten für Diagnostik, Medikamente und Kontrollen. Ein reiner OP-Schutz greift dabei oft zu kurz, weil gar nicht operiert wird. Wer die Risiken seiner Rasse kennt, kann den Tarif gezielt danach auswählen.

Hauskatze oder Rassekatze: was ist der Unterschied?

Die Hauskatze, also die nicht zu einer Rasse gehörende Mischlingskatze, profitiert von großer genetischer Vielfalt und gilt als robust. Der Name Europäisch Kurzhaar ist übrigens etwas anderes: Das ist eine eigenständige, von der FIFe anerkannte Rassekatze, auch wenn viele Tarifrechner die Bezeichnung als Sammelbegriff für die Hauskatze verwenden. Sie ist bei vielen Anbietern günstiger zu versichern als eine Rassekatze. Das heißt nicht, dass sie keinen Schutz braucht: Zahnerkrankungen wie FORL, Niereninsuffizienz, Harnwegsprobleme und Unfälle treffen jede Katze.

Bei Rassekatzen kommt das erbliche Risiko obendrauf. Genau deshalb lohnt sich der frühe Abschluss hier besonders, am besten im Kitten-Alter, bevor bei einer Routineuntersuchung eine rassetypische Diagnose auftaucht.

So wählst du den richtigen Tarif nach Rasse

Achte bei einer Rassekatze vor allem auf vier Punkte: keine Ausschlüsse für rassetypische Erkrankungen, die Deckung chronischer, laufender Behandlungen, eine Erstattung bis zum 4-fachen GOT-Satz und ein hohes oder unbegrenztes Jahreslimit. Weil die meisten Rasserisiken chronisch sind, ist der Krankenvollschutz in der Regel die bessere Wahl als eine reine OP-Versicherung.

Den vollständigen Tarifvergleich findest du in der Katzenkrankenversicherung und der Katzen-OP-Versicherung. Wie der GOT-Satz die Rechnung beeinflusst, erklärt der Ratgeber GOT einfach erklärt.

Passenden Tarif für deine Rasse finden

Vergleiche die Tarife nach den Kriterien, die für deine Katzenrasse zählen: Erstattungssatz, GOT-Satz, Jahreslimit, Wartezeiten und die Deckung chronischer Behandlungen.

Häufige Fragen zur Versicherung nach Katzenrasse

Warum spielt die Rasse bei der Katzenversicherung eine Rolle?

Rassekatzen haben bekannte Veranlagungen, etwa die Herzmuskelerkrankung HCM bei Maine Coon, Ragdoll und Britisch Kurzhaar oder die Nierenerkrankung PKD bei Perser und Britisch Kurzhaar. Diese Diagnosen bestimmen, welche Behandlungen wahrscheinlich sind, wie teuer sie werden und worauf du beim Tarif achten solltest.

Sind Rassekatzen teurer zu versichern als Hauskatzen?

Häufig ja. Viele Versicherer staffeln den Beitrag nach Rasse, weil Rassekatzen bekannte erbliche Risiken mitbringen. Die Hauskatze, also die nicht zu einer Rasse gehörende Mischlingskatze, ist dank größerer genetischer Vielfalt meist günstiger. Der genaue Beitrag hängt zusätzlich von Alter, Wohnort, Tarif und Selbstbeteiligung ab.

Worauf sollte ich bei einer Rassekatze besonders achten?

Auf einen frühen Abschluss, bevor eine rassetypische Diagnose gestellt ist, denn danach gilt sie als Vorerkrankung und wird ausgeschlossen. Wichtig sind außerdem die Deckung chronischer Behandlungen, eine Erstattung bis zum 4-fachen GOT-Satz, ein hohes oder unbegrenztes Jahreslimit und kurze Wartezeiten.

Quellen

Jede Quelle steht mit der Angabe, die sie belegt. Alle Quellen zuletzt geprüft am 28.08.2026.

  1. Teng et al., Life tables for companion cats in the UK, Journal of Feline Medicine and Surgery · 2024 · pmc.ncbi.nlm.nih.govBelegt: die Lebenserwartung von Katzen in Großbritannien, auf der die Einordnung der Rassen-Seiten beruht.
  2. Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) vom 15. August 2022, BGBl. I S. 1401 · zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 15.03.2023 · gesetze-im-internet.deBelegt: die Gebührenrahmen und alle auf den Rassen-Seiten genannten Gebührenpositionen.

Die Einzelseiten führen zusätzlich die Quellen ihrer jeweiligen Rassenzahlen.

Redaktion: Patrick Leiß · Stand: August 2026 · Quellen