Wer ist die Allianz?
Versicherer der Tierkrankenversicherung ist die Allianz Versicherungs-AG, ein deutscher Versicherer unter Aufsicht der BaFin. Die aktuellen Tarife gehören zur Tarifgeneration 01/2026.
Laut Allianz wurde das Tierkranken-Portfolio umfassend erneuert. Seitdem gibt es für Hund und Katze je zwei Produkte in vier Linien, jede mit eigenem Bedingungswerk. Für den Vertrag gilt deutsches Recht, bei Streit kannst du den Versicherungsombudsmann anrufen.
Welche Tarife bietet die Allianz?
Die Allianz bietet zwei Produktarten: den günstigeren OP-Schutz und den umfassenden Vollschutz. Beide gibt es in je vier Leistungslinien, von Basis über Smart und Komfort bis Premium.
Der OP-Schutz übernimmt die Kosten notwendiger Operationen durch Unfall, Krankheit oder Fehlentwicklung, inklusive Nachbehandlung bis 20 Tage (Basis, Smart) oder 30 Tage (Komfort, Premium) und ab der Linie Smart auch Basisvorsorge. Behandlungen ohne OP sind im OP-Schutz nicht versichert. Der Vollschutz deckt sie zusätzlich ab: ambulante und stationäre Behandlungen, Diagnostik, Medikamente sowie alternative Methoden wie Homöopathie. Über die vier Linien steuerst du GOT-Satz, Jahreshöchstleistung und Zusatzleistungen wie Zahn, Kastration, Physiotherapie und Vorsorge. Was für dein Tier ausreicht, erklärt unser Vergleich OP-Versicherung gegen Vollschutz.
Was kostet die Allianz Tierkrankenversicherung?
Laut Allianz startet der OP-Schutz bei 6,69 Euro im Monat für Hunde und 4,96 Euro für Katzen, der Vollschutz bei 30,31 Euro für Hunde und 16,74 Euro für Katzen (jeweils Basis-Tarif, 20 Prozent Selbstbeteiligung, abgerufen 16.10.2026).
Die Ab-Preise gelten für junge Beispieltiere der Allianz: Hunde-OP für einen 6 Monate alten Chihuahua-Rüden, Hunde-Vollschutz für eine 6 Monate alte Hündin, Katzen-OP für eine Siamkatze, Katzen-Vollschutz für eine 6 Monate alte Siamkatze, beide in Wohnungshaltung, jeweils mit fester Postleitzahl, 1 Jahr Laufzeit und monatlicher Zahlung. Für Smart, Komfort und Premium nennt die Allianz beim Hund 13,10, 22,03 und 32,67 Euro (OP-Schutz) sowie 51,00, 76,22 und 119,56 Euro (Vollschutz). Der Beitrag hängt vom Alter bei Abschluss, der Rasse, bei Katzen der Haltung, der Linie und der Selbstbeteiligung ab. Wie sich die Kosten einordnen, zeigen unser Hundekranken-Vergleich und die Katzenkrankenversicherung.
Erstattung und GOT-Satz
Erstattet wird nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) bis zum versicherten Satz, abzüglich der Selbstbeteiligung: im Basis-Tarif bis zum 2-fachen Satz, ab Smart im Notfall bis zum 4-fachen Satz, dem Höchstsatz im Notdienst.
Die Allianz wirbt mit 80, 90 oder 100 Prozent Erstattung je nach Selbstbeteiligung. Weil die Selbstbeteiligung je Rechnung gedeckelt ist, liegt die Quote bei hohen Rechnungen darüber; einen festen Erstattungssatz enthalten die Bedingungen nicht. Im Notfall übernimmt die Allianz die Notdienstgebühr (laut Allianz aktuell 50 Euro netto). Orthesen und Hilfsmittel erstattet sie in allen Linien bis 1.000 Euro im Jahr, im OP-Schutz nach einer versicherten OP, im Vollschutz nach einer versicherten Behandlung. Warum der erstattungsfähige GOT-Satz seit der Novelle von 2022 zum wichtigsten Vergleichskriterium geworden ist, erklärt unser Ratgeber GOT einfach erklärt.
Selbstbeteiligung und Deckelung
Du wählst zwischen keiner, 10 oder 20 Prozent Selbstbeteiligung. Bei Hund und Katze ist der Eigenanteil je Rechnung gedeckelt: auf höchstens 500 Euro bei 10 Prozent und höchstens 1.000 Euro bei 20 Prozent. Ohne Selbstbeteiligung liegt die Erstattung bei 100 Prozent bis zum versicherten GOT-Satz.
Die Deckelung ist der entscheidende Vorteil dieses Modells: Auch bei einer teuren Operation über mehrere tausend Euro bleibt dein Eigenanteil begrenzt, während eine ungedeckelte prozentuale Selbstbeteiligung mit der Rechnung mitwächst. Beispiel der Allianz: Bei einer Rechnung von 8.000 Euro und 20 Prozent Selbstbeteiligung zahlst du höchstens 1.000 Euro selbst.
Jahreshöchstleistung je Tarif
Die Jahreshöchstleistung steigt mit der Linie: beim Hund 2.500, 5.000 und 10.000 Euro bis unbegrenzt im Premium, bei der Katze 2.000, 4.000 und 8.000 Euro bis unbegrenzt. Sie gilt im OP-Schutz und im Vollschutz gleich.
Alle Teilsummen gelten innerhalb dieses Rahmens, nicht zusätzlich. Im Vollschutz sind Behandlungen ohne OP auch im Premium gedeckelt: beim Hund auf 1.000, 2.000, 4.000 und 8.000 Euro im Jahr, bei der Katze auf 1.000, 2.000, 4.000 und 6.000 Euro. Wer sich gegen hohe OP-Rechnungen absichern will, für den ist die unbegrenzte Jahreshöchstleistung im Premium das stärkste Argument. Eine Magendrehung kostet beim Hund laut Allianz rund 3.500 bis 5.000 Euro, chronische Erkrankungen summieren sich über Jahre. Wer beim Jahreslimit spart, sollte prüfen, ob die Basis-Deckung im teuren Ernstfall reicht.
Wartezeiten bei der Allianz
Nach einem Unfall zahlt die Allianz ohne Wartezeit. Bei Krankheit und Fehlentwicklung gilt eine Wartezeit von 3 Monaten, ebenso für chirurgische Kastration, Sterilisation und Notkaiserschnitt. Die Basisvorsorge, die es ab der Linie Smart gibt, ist ohne Wartezeit versichert.
Zwei Ausnahmen machen die Regelung attraktiv: Ist dein Tier bei Versicherungsbeginn jünger als 6 Monate, entfällt die Wartezeit vollständig, auch bei Krankheit. Und bestand bis unmittelbar vor Beginn mindestens 3 Monate vergleichbarer Schutz bei einem anderen Versicherer, entfällt sie ebenfalls; den Nachweis verlangt die Allianz auf Nachfrage. Wird eine Krankheit schon in der Wartezeit erkennbar, zahlt die Allianz dafür auch später nicht. Die 3 Monate bei Krankheit sind länger als bei petolo, das ganz auf Wartezeiten verzichtet.
Aufnahmealter: ab 8 Wochen, ohne Obergrenze
Die Allianz versichert Hunde und Katzen ab der 8. Lebenswoche und nennt kein Höchstaufnahmealter. Auch ein Tier mit 10 oder mehr Jahren lässt sich laut Allianz neu versichern. Keine Rasse ist von der Aufnahme ausgeschlossen; Behandlungen wegen Kurzköpfigkeit (brachyzephales Syndrom) sind aber in allen Tarifen ausgeschlossen. Für anerkannte Assistenzhunde nach Paragraf 33 SGB V verdoppelt die Allianz ab Smart die jährliche Höchstsumme für die Basisvorsorge.
Die Altersangaben stammen von der Allianz; Bedingungen und Produktinformationsblätter regeln weder Mindest- noch Höchstalter. Damit spielt die Allianz in einer Liga mit der Uelzener, die Hunde laut ihrer Leistungsübersicht ebenfalls ohne Höchstalter aufnimmt. Für Halter älterer Tiere ist das oft der wichtigste Punkt überhaupt.
Vorerkrankungen: versicherbar, mit Ausschluss
Die Allianz versichert auch Tiere mit Vorerkrankungen. Im Antrag fragt sie nach Erkrankungen und Behandlungen der letzten 24 Monate. Bestehende Erkrankungen werden im Versicherungsschein dokumentiert und bleiben über die ganze Vertragslaufzeit ausgeschlossen, versichert sind neu auftretende Erkrankungen.
Ob dein Tier versicherbar ist, erfährst du laut Allianz direkt bei Antragstellung; eine Annahmegarantie gibt es nicht. Angeborene und erbliche Anomalien zählen als Fehlentwicklung und sind versichert, wenn sie bei Abschluss unbekannt waren und erst nach der Wartezeit entdeckt werden.
Direktabrechnung und KI-Schadenabwicklung
Auf deinen Wunsch und mit deinem Einverständnis rechnet die Praxis direkt mit der Allianz ab, dann musst du nicht in Vorleistung gehen. Das klärst du vorab mit der Praxis; die Allianz kann die Direktabrechnung im Einzelfall ablehnen. Alternativ reichst du die Rechnung digital ein, etwa über die Meine Allianz App. Laut Allianz sind über 40 Prozent der digitalen Rechnungen dank KI-gestützter Prüfung in weniger als 4 Stunden bearbeitet und ausgezahlt; eine feste Frist nennen die Bedingungen nicht.
Die Wahlfreiheit zwischen Direktabrechnung und digitaler Erstattung ist ein starkes Praxisargument. Direktabrechnung entlastet dich gerade bei teuren Operationen, weil kein vierstelliger Betrag zwischenfinanziert werden muss. Diesen Komfort bietet in unserem Vergleich auch hepster, das die Direktabrechnung in allen Tarifen vertraglich vorsieht; die Uelzener ermöglicht sie per Abtretungserklärung, sofern die Praxis mitmacht. SantéVet sieht keine Direktabrechnung vor, dort gehst du bei jeder Rechnung in Vorkasse.
Vorsorge und Vorsorgebonus
Basisvorsorge wie Impfungen, Entwurmung, Floh- und Zeckenmittel und einmalig Mikrochip und EU-Heimtierausweis ist schon im OP-Schutz enthalten, allerdings erst ab der Linie Smart: Smart bis 50 Euro pro Jahr, Komfort und Premium bis 100 Euro. Der Basis-Tarif, auf den sich der Ab-Preis bezieht, enthält keine Basisvorsorge. Ab Smart gibt es sie ohne Wartezeit und ohne Selbstbeteiligung. Dazu kommt ein Vorsorgebonus in zwei Stufen: plus 50 Euro nach einem leistungsfreien Jahr, plus insgesamt 150 Euro nach zwei aufeinanderfolgenden leistungsfreien Jahren.
Der Clou am Bonus: Vorsorge zählt laut Allianz nicht als Leistungsinanspruchnahme. Eingereichte Impfungen gefährden den Bonus also nicht; mehr als insgesamt 150 Euro nennt die Allianz aber nicht. Nach einem Jahr mit Leistungen entfällt der Bonus ab dem Folgejahr. Für Assistenzhunde verdoppelt sich die jährliche Höchstsumme der Basisvorsorge, nicht der Bonus.
Die Allianz für Katzen
Für Katzen gelten dieselben zwei Produktarten und vier Linien wie beim Hund, mit eigenen Höchstsummen: Jahreshöchstleistung 2.000, 4.000 und 8.000 Euro bis unbegrenzt, Kastration ab Smart bis 100, 150 oder 300 Euro. Der Katzen-OP-Schutz startet laut Allianz bei 4,96 Euro, der Vollschutz bei 16,74 Euro im Monat. Für Kitten unter 6 Monaten bei Vertragsbeginn entfällt die Wartezeit komplett.
Ab Smart erstattet die Allianz Zahnbehandlungen und chirurgische Behandlungen der Maulhöhle bis 1.000, 2.500 oder 5.000 Euro im Jahr, im Basis-Tarif sind sie ausgeschlossen. Wer Zahnschutz, etwa bei FORL, will, braucht also mindestens Smart. Die Sonderregeln für HD, ED, Patellaluxation und Lidanomalien gelten nur beim Hund. Versichert sind alle Katzen, ob Rassekatze, Freigänger oder Wohnungskatze; lässt du eine als Wohnungskatze versicherte Katze künftig ins Freie, musst du das der Allianz melden. Den Vergleich findest du in der Katzenkrankenversicherung.
Leistungen im Detail
Beim Hund sind Hüftgelenksdysplasie (HD), Ellenbogengelenksdysplasie (ED), Patellaluxation und Lidanomalien im Basis-Tarif samt Folgebehandlungen ausgeschlossen. Ab Smart zahlt die Allianz dafür je Diagnose einmalig für die gesamte Versicherungsdauer bis 500 Euro (Smart), 2.500 Euro (Komfort) oder 5.000 Euro (Premium), im OP-Schutz nur für Operationen.
- Rassespezifisch: HD, ED, Patellaluxation und Lidanomalien beim Hund erst ab Smart und nur bis zur einmaligen Höchstsumme; das brachyzephale Syndrom ist in allen Tarifen ausgeschlossen.
- Angeborene Erkrankungen: als Fehlentwicklung versichert, wenn bei Abschluss unbekannt und erst nach der Wartezeit entdeckt.
- Telemedizin: Online-Sprechstunde, Video und Telediagnostik im Rahmen der versicherten Leistungen, sofern nach GOT abgerechnet.
- Alternative Methoden: zum Beispiel Homöopathie, im Vollschutz als Behandlung ohne OP, im OP-Schutz nur in der Nachbehandlung einer OP.
- Ausland: weltweiter Schutz bei Reisen bis zu 12 Monaten.
- Einschläferung: die Kosten der Einschläferung durch Injektion werden erstattet.
Auszeichnungen und Kundenbewertungen
Laut Allianz zeichnete Focus Money sie als "Fairster Tierkrankenversicherer" mit der Note "Sehr gut" aus (Ausgabe 13/2026), Grundlage war eine ServiceValue-Studie mit 3.229 Versicherten und 42 bewerteten Tierversicherern. Focus Money-Versicherungsprofi vergab zusätzlich "Produkt des Monats" (05/2026). Auf der Bewertungsplattform eKomi liegt die Allianz bei rund 4,8 von 5 aus 239 Bewertungen (eKomi Kundenauszeichnung Gold, abgerufen 16.10.2026).
Das sind externe Auszeichnungen und Kundenbewertungen, keine eigene Wertung von uns. Zur Einordnung: Beim Fairness-Siegel erhielten zwölf weitere Anbieter ebenfalls "Sehr gut", es ist also kein Alleinstellungsmerkmal. Die eKomi-Basis mit 239 Bewertungen ist eher klein.
Ist die Allianz seriös?
Ja. Versicherer ist die Allianz Versicherungs-AG, ein deutscher Versicherer unter Aufsicht der BaFin. Für den Vertrag gilt deutsches Recht, und die Allianz nimmt am Schlichtungsverfahren des Versicherungsombudsmanns teil.
Ab dem 4. Versicherungsjahr verzichtet die Allianz auf ihr ordentliches Kündigungsrecht zum Ablauf, mit wenigen Ausnahmen, etwa wenn sie die Produktlinie einstellt. Auf die Kündigung nach einem Versicherungsfall verzichtet sie ab dann ebenfalls, solange ihre Gesamtleistungen unter deinem Vertrag 20.000 Euro nicht überschritten haben. Für Halter, denen ein etablierter deutscher Versicherer wichtig ist, ist das ein solides Fundament. Die Kehrseite ist die Tarifvielfalt: vier Linien je Produkt wollen sauber verglichen werden.
Die Allianz im Vergleich
Die Barmenia gibt für ihren Hunde-OP-Schutz die Warentest-Note Sehr gut an (Angabe der Barmenia). Die Allianz bietet ab Smart einen Vorsorgebonus und wirbt mit schneller KI-gestützter Auszahlung, hat aber kein vergleichbares Warentest-Siegel. Die Direktabrechnung mit der Tierarztpraxis bieten beide an, die Barmenia auf ausdrückliche Anweisung des Kunden, die Allianz auf Wunsch mit Ablehnungsvorbehalt im Einzelfall. Die Allianz nimmt Tiere ohne Höchstaufnahmealter auf (Anbieterangabe).
Wer einen Hunde-OP-Schutz sucht, für den der Anbieter die Warentest-Note Sehr gut angibt, prüft die Barmenia. Wer ein älteres Tier oder eines mit Vorerkrankung versichern will, ist bei der Allianz oder der Uelzener gut aufgehoben; die Uelzener nimmt vorerkrankte Tiere laut eigener Angabe nach einer Gesundheitsprüfung mit individuellem Ausschluss auf. Alle Anbieter im direkten Tarifvergleich stehen in der Hundekrankenversicherung.
Häufige Fehler beim Abschluss bei der Allianz
Typische Fehler: die 3-monatige Wartezeit bei Krankheit übersehen, die zu niedrige Basis-Deckung wählen und die vier Linien nicht sauber vergleichen.
- Wartezeit einplanen: Ohne Wartezeit sind nur Unfälle, die Basisvorsorge, Tiere unter 6 Monaten und nahtlos Vorversicherte geschützt, bei Krankheit gelten sonst 3 Monate.
- Jahreslimit prüfen: Der Basis-Vollschutz beim Hund deckelt bei 2.500 Euro im Jahr, Behandlungen ohne OP sogar bei 1.000 Euro; für teure Dauerbehandlungen kann das knapp werden.
- Linien vergleichen: Zahnbehandlung, Kastration, Physiotherapie und Vorsorge fehlen im Basis-Tarif; HD und ED sind beim Hund erst ab Smart und nur bis zu einer einmaligen Höchstsumme versichert.
- Vorversicherung belegen: Bestand vorher mindestens 3 Monate vergleichbarer Schutz, entfällt die Wartezeit. Nahtlos anschließen und den Nachweis bereithalten, die Allianz fordert ihn auf Nachfrage an.
- Kurzköpfige Rassen: Behandlungen des brachyzephalen Syndroms sind in keinem Tarif versichert.
Stärken der Allianz
Die größten Stärken der Allianz sind die Aufnahme ohne Höchstalter inklusive Vorerkrankungen, die Direktabrechnung auf Wunsch, die gedeckelte Selbstbeteiligung und die unbegrenzte Jahreshöchstleistung im Premium.
- Aufnahme ab 8 Wochen ohne Höchstalter (Anbieterangabe), keine Rasse ausgeschlossen, auch Vorerkrankte versicherbar.
- Direktabrechnung auf Wunsch; laut Allianz über 40 % der digitalen Rechnungen in unter 4 Stunden ausgezahlt.
- Erstattung bis 100 %, ab Smart im Notfall bis 4-facher GOT-Satz, Premium mit unbegrenzter Jahreshöchstleistung für OPs.
- Selbstbeteiligung gedeckelt, Vorsorge im OP-Schutz ab der Linie Smart, Vorsorgebonus in zwei Stufen.
Schwächen der Allianz
Die Schwächen liegen in der Wartezeit bei Krankheit, der schmalen Basis-Linie, der Tarifkomplexität, dem Ausschluss des brachyzephalen Syndroms und darin, dass die Allianz mit keiner Stiftung-Warentest-Note wirbt; ihre Siegel stammen von Focus Money und der Bewertungsplattform eKomi.
- 3 Monate Wartezeit bei Krankheit und Fehlentwicklung (ausgenommen Unfall, Basisvorsorge, Jungtiere und nahtlos Vorversicherte).
- Basis-Linie nur bis 2-facher GOT-Satz, ohne Zahn, Kastration, Physiotherapie und Vorsorge.
- Vier Linien je OP-Schutz und Vollschutz erfordern einen genauen Leistungsvergleich.
- Brachyzephales Syndrom in allen Tarifen ausgeschlossen.
- Auszeichnungen von Focus Money und eKomi, aber keine beworbene Stiftung-Warentest-Note.
Für wen eignet sich die Allianz?
Die Allianz passt zu Haltern, die einen etablierten deutschen Versicherer mit Direktabrechnung wollen, deren Tier älter ist oder eine Vorerkrankung hat, und die sich gegen hohe OP-Kosten mit dem Premium-Tarif ohne Jahreshöchstgrenze für OPs absichern möchten.
Weniger geeignet ist die Allianz, wenn dir sofortiger Krankheitsschutz ohne Wartezeit wichtig ist oder dein Tier zu einer kurzköpfigen Rasse gehört. Dann lohnt der Blick in den Gesamtvergleich; petolo etwa verzichtet ganz auf Wartezeiten, begrenzt die Krankenversicherung im ersten Versicherungsjahr aber je nach Tarif auf 500 bis 1.500 Euro.
Allianz kündigen oder wechseln
Beim Wechsel zur Allianz entfällt die Wartezeit, wenn dein Tier bis unmittelbar vor Versicherungsbeginn mindestens 3 Monate vergleichbar versichert war. Schließe also nahtlos an und halte den Nachweis bereit, die Allianz fordert ihn auf Nachfrage an.
Kündigen kannst du die Allianz in Textform oder online mit 3 Monaten Frist zum Ablauf sowie nach einem Versicherungsfall, dann innerhalb eines Monats nach Abschluss der Entschädigungsverhandlungen. Wer die Allianz kündigt und zu einem anderen Anbieter wechselt, startet dort in der Regel mit neuen Wartezeiten, und zwischenzeitlich aufgetretene Erkrankungen können ausgeschlossen werden. Sichere den neuen Schutz immer ab, bevor du kündigst, damit keine Deckungslücke entsteht.