Hundekrankenversicherung für den Malteser (2026)
Der Malteser ist ein schon in der Antike beschriebener Begleithund des Mittelmeerraums, wiegt laut Standard drei bis vier Kilogramm und wird im Median gut 13 Jahre alt. Der größte britische Langlebigkeitsdatensatz zeichnet ihn als robuste Rasse, mit einer Ausnahme, die kaum ein Halter kennt: Für die Meningoenzephalitis unbekannter Ursache hat er in der größten Studie dazu die zweithöchsten Odds aller ausgewerteten Rassen. Dazu kommen Leber, Zähne und Kniescheibe, die Klassiker der kleinen, langlebigen Hunde.
Was kostet der Tierarzt bei einem Malteser?
Typische Kostenspannen zur Orientierung (je nach GOT-Satz und Klinik):
Die Diagnostik einer Meningoenzephalitis nach GOT: MRT (Nr. 177), Intubationsnarkose, Liquorpunktion, Liquorlabor und Zytologie, einfacher bis dreifacher Satz, netto. Die anschließende Dauertherapie kommt hinzu
Zahnsteinentfernung mit Scaling und Politur (Nr. 932), Inhalationsnarkose und Untersuchung nach GOT, einfacher bis dreifacher Satz, netto, ohne Röntgen; jede Extraktion kommt mit 10,26 bis 41,04 Euro (einfacher Satz) dazu
Reine Operation je Knie laut Kostenübersicht des Anbieters Dalma; die Kniescheibe ist das Standardrisiko der Toy-Rassen, eine Malteser-eigene Häufigkeit ist nicht belegt
Die besten Tarife für den Malteser
Wichtig bei dieser Rasse: Diagnostik auch ohne folgende OP, Dauermedikation ohne engen Jahresdeckel, keine pauschalen Ausschlüsse angeborener Erkrankungen (Lebershunt), Zahnleistungen und eine Erstattung, die über 13 und mehr Lebensjahre stabil bleibt.
*Werbelink: bei Abschluss erhalten wir eine Provision, ohne Mehrkosten für dich. Kuratierte Auswahl für diese Rasse, Stand Oktober 2026, Beiträge individuell. Zur Einordnung: Diagnostik erstattet die Uelzener, wenn eine Behandlung folgt, reine Untersuchungen ohne anschließende Behandlung nicht. Zahnbehandlungen wegen einer Erkrankung zählen bei der Uelzener zur normalen Heilbehandlung. Die prophylaktische Zahnreinigung und Zahnsteinentfernung zahlt sie nur im Vorsorge-Baustein (bis 500 € im Jahr, 25 % Selbstbeteiligung je Rechnung), Gebisskorrekturen bei Zahn- und Kieferanomalien erst nach 1 Jahr Wartezeit; ihr Beitrag kann mit dem Alter steigen. Vollständiger Vergleich: Hundekrankenversicherung Vergleich
Warum der Malteser eine besondere Absicherung braucht
Der Malteser ist in Deutschland seltener, als seine Bekanntheit vermuten lässt: Die VDH-Welpenstatistik weist für 2025 176 Malteser-Welpen aus, nach 157 im Vorjahr, gegenüber 530 Havanesern. Das gilt für Rassehunde mit Papieren; wie viele Malteser außerhalb des VDH gezüchtet werden, weiß niemand. Der FCI-Standard Nr. 65 unter italienischem Patronat verlangt 21 bis 25 Zentimeter Widerristhöhe bei Rüden, 20 bis 23 bei Hündinnen und ein Gewicht von drei bis vier Kilogramm.
Genau dieses Gewicht bestimmt sein Risikoprofil. Kleine Hunde leben lange, und der Malteser bringt es in der britischen Langlebigkeitsstudie von McMillan und Kollegen (Scientific Reports 2024) auf ein medianes Lebensalter von 13,1 Jahren, ausgewertet über 2.021 Malteser mit 666 dokumentierten Todesfällen. Seine Sterblichkeit unterscheidet sich dabei statistisch nicht von der Mischlingsgruppe (Hazard Ratio 0,93, Konfidenzintervall 0,86 bis 1,00, p = 0,06). Der Malteser ist also kein Sorgenkind. Er hat aber ein Risiko, das kaum eine andere Rasse in dieser Ausprägung trägt, und drei, die er mit allen kleinen, langlebigen Hunden teilt.
Gehirn: die Meningoenzephalitis ist das Malteser-Risiko
Unter dem Kürzel MUO (Meningoenzephalitis unbekannter Ursache) fassen Neurologen entzündliche Erkrankungen von Gehirn und Hirnhäuten zusammen, bei denen kein Erreger nachweisbar ist und das Immunsystem als Auslöser gilt. Die größte Studie dazu stammt aus England: 1.121 MUO-Fälle aus 13 Überweisungszentren der Jahre 2017 bis 2021 wurden gegen 750.000 Kontrollhunde aus dem VetCompass-Programm ausgewertet (Choi, O'Neill und Kollegen, Frontiers in Veterinary Science 2025).
Das Ergebnis für den Malteser ist eindeutig. Nach Bereinigung um Alter sowie Geschlechts- und Kastrationsstatus hatte er gegenüber Mischlingen eine Odds Ratio von 20,53 (Konfidenzintervall 14,53 bis 29,01), der zweithöchste Wert aller in der Studie ausgewerteten Rassen nach dem Welsh Springer Spaniel mit 23,76 und vor Papillon, Boston Terrier und Französischer Bulldogge. In Rohzahlen: Unter den 1.121 Fällen waren 45 Malteser, also 4,01 Prozent, unter den Kontrollhunden nur 0,38 Prozent. Kleine Hunde sind generell stärker betroffen, Hunde ab 15 Kilogramm hatten niedrigere Odds als Hunde unter 10 Kilogramm.
Zwei Einordnungen sind wichtig. Erstens sind das Daten aus Überweisungskliniken, also aus einer vorselektierten Patientengruppe, und keine Prävalenz für alle Malteser. Zweitens ist MUO insgesamt selten: Sie machte 2,21 Prozent aller neuen neurologischen Überweisungen aus. Der Abstand des Maltesers zu anderen Rassen ist aber so groß, dass er für die Tarifwahl zählt. Der Diagnosegipfel liegt bei vier Jahren, der Median bei 4,33 Jahren, nach dem zehnten Lebensjahr wird die Diagnose selten. Die Rasse wird in der Literatur sowohl bei der nekrotisierenden Form junger Hunde als auch bei der granulomatösen Form im Alter von vier bis acht Jahren genannt.
Für die Versicherung ist entscheidend, wie diese Krankheit behandelt wird: nicht mit dem Skalpell. In 91,5 Prozent der Fälle wurde die Diagnose mit MRT und Liquoranalyse gestellt. Nach der GOT kosten MRT (Nr. 177, 700 Euro), Intubationsnarkose (Nr. 345, 73,52 Euro), Liquorpunktion (Nr. 744, 34,34 Euro), Liquorlabor (Nr. 745, 36,57 Euro) und Liquor-Zytologie (Nr. 746, 36,57 Euro) zusammen 881,00 Euro beim einfachen und 2.643,00 Euro beim dreifachen Satz, jeweils netto und ohne die Voruntersuchung. Danach folgt in der Regel eine langfristige immunsuppressive Therapie mit Kontrolluntersuchungen. Eine belastbare deutsche Kostenzahl für diese Dauertherapie gibt es nicht. Klar ist: Ein reiner OP-Tarif zahlt hier nichts, und ein Vollschutz mit engem Jahreslimit ist nach der ersten Diagnostik erschöpft.
Lebershunt: das angeborene Risiko der ersten Monate
Der portosystemische Shunt ist eine angeborene Gefäßfehlbildung, bei der Blut aus dem Darm an der Leber vorbei geleitet wird. In einer Auswertung von 2.400 Fällen aus nordamerikanischen Universitätskliniken der Jahre 1980 bis 2002, wurde die Diagnose bei 1,6 Prozent der vorgestellten Malteser gestellt. Zum Vergleich: 3,2 Prozent beim Havaneser, 2,9 Prozent beim Yorkshire Terrier, 0,18 Prozent über alle Hunde und 0,05 Prozent bei Mischlingen (Tobias und Rohrbach, JAVMA 2003).
Auch das sind Klinikdaten, kein Populationswert, und der Malteser liegt hinter den beiden Spitzenreitern. Der Abstand zur Mischlingsgruppe ist trotzdem deutlich. Weil der Shunt angeboren ist und typischerweise bei jungen Hunden auffällt, fällt er leicht in die Wartezeit des Tarifs und unter jeden pauschalen Ausschluss angeborener Erkrankungen. Er ist damit das stärkste Argument für einen Abschluss direkt nach der Übernahme des Welpen und für einen Tarif, der angeborene Erkrankungen nicht pauschal ausschließt.
Zähne: drei bis vier Kilogramm plus 13 Jahre ergibt die Risikokombination
In einer britischen Zufallsstichprobe von 22.333 Hunden lag die Jahresprävalenz von Parodontalerkrankungen bei 12,52 Prozent. Zwei Faktoren stachen heraus: Hunde unter 10 Kilogramm hatten 3,07-fach erhöhte Odds gegenüber Hunden von 30 bis unter 40 Kilogramm, Hunde ab 12 Jahren 3,91-fach erhöhte gegenüber Hunden von zwei bis unter vier Jahren (O'Neill und Kollegen, Journal of Small Animal Practice 2021). Der Malteser liegt mit drei bis vier Kilogramm und 13,1 Jahren medianer Lebenserwartung in beiden Gruppen, und zwar am unteren Ende der Gewichtsskala.
Eine Zahnsanierung mit Scaling und Politur (GOT Nr. 932, 61,97 Euro), Inhalationsnarkose (Nr. 337, 61,57 Euro) und Untersuchung (Nr. 16, 23,62 Euro) kostet nach der GOT 147,16 Euro beim einfachen und 441,48 Euro beim dreifachen Satz, netto und ohne Zahnröntgen. Jede Extraktion kommt mit 10,26 Euro (Nr. 951) bis 41,04 Euro (Nr. 955, kompliziert) je Zahn hinzu, ebenfalls einfacher Satz. Das klingt überschaubar, wiederholt sich aber über ein langes Hundeleben. Prüfe deshalb, ob die Zahnreinigung in Narkose eingeschlossen ist oder nur die Extraktion, ob es ein Zahn-Sublimit gibt und ob eine jährliche Zahnkontrolle als Leistungsvoraussetzung verlangt wird.
Kniescheibe: das Standardrisiko der Toy-Rassen
Die Patellaluxation, das Herausspringen der Kniescheibe aus ihrer Führung, gehört zum Standardrepertoire kleiner Rassen. Eine belastbare Häufigkeit speziell für den Malteser gibt es nicht; die große britische Praxisauswertung von O'Neill und Kollegen (2016) nennt ihn nicht als eigene Rasse. Sie liefert aber den Rahmen: Über 210.824 Hunde lag die Prävalenz bei 1,30 Prozent, das mediane Diagnosealter bei 4,0 Jahren, und Hunde der Kennel-Club-Gruppe Toy hatten in der univariablen Auswertung 3,7-fach erhöhte Odds gegenüber Hunden ohne Kennel-Club-Anerkennung.
Der Anbieter Dalma beziffert die reine Operation mit 600 bis 1.500 Euro je Knie, dazu kommen laut derselben Übersicht Diagnostik, Narkose und Nachsorge. Manche Tarife führen die Patellaluxation als besondere Erkrankung mit verlängerter Wartezeit, hepster etwa mit 12 Monaten (außer im Hunde-OP-Tarif Superior) und Lassie mit bis zu 18 Monaten (siehe Vergleich Lassie vs. hepster). Weil das Diagnosealter bei etwa vier Jahren liegt, greifen selbst Sonderwartezeiten von 18 Monaten hier meist noch, wenn früh abgeschlossen wird.
Was wir nicht belegen können
In Ratgebern werden dem Malteser regelmäßig weitere Themen zugeschrieben: Trachealkollaps, Unterzuckerung bei Welpen, verstopfte Tränenkanäle mit Tränenstraßen, Grauer Star. Für keines davon haben wir eine Primärstudie mit Nenner gefunden, die den Malteser ausweist. Eine eigene VetCompass-Rassemonografie gibt es für den Malteser bislang nicht. Wir nennen diese Themen deshalb, ohne sie zu beziffern, und ergänzen die Seite, sobald belastbare Daten vorliegen.
OP-Schutz oder Vollschutz für den Malteser?
Der reine OP-Schutz deckt die großen Eingriffe: Kniescheiben-OP, Shunt-Operation, Zahnextraktionen unter Narkose. Er ist günstig und für preisbewusste Halter der solide Basisschutz, die Tarife zeigt die Hunde-OP-Versicherung.
Beim Malteser hat er eine Lücke, die besonders ins Gewicht fällt: Sein rassetypischstes Risiko wird nicht operiert. Die Meningoenzephalitis braucht MRT und Liquorpunktion zur Diagnose und danach Medikamente über lange Zeit. Ein OP-Tarif ist auf Operationen samt Vor- und Nachsorge zugeschnitten; Diagnostik ohne Operation und Dauermedikation gehören dort nicht zum Leistungsbild, prüfe das im Bedingungswerk. Dazu kommen die wiederkehrenden Zahnsanierungen, die ebenfalls keine Operation im Tarifsinn sind. Für diese Rasse ist der Krankenvollschutz deshalb die deutlich rundere Wahl.
Worauf du beim Tarif für den Malteser besonders achten solltest
Erstens die Diagnostik: Werden MRT, CT und Liquoruntersuchung auch dann erstattet, wenn keine Operation folgt? Zweitens die Dauertherapie: Medikamente und Kontrolluntersuchungen über Monate und Jahre ohne engen Jahresdeckel. Drittens der Umgang mit angeborenen Erkrankungen, denn der Lebershunt ist angeboren und ein pauschaler Ausschluss trifft genau diesen Fall.
Viertens Zahnleistungen einschließlich der Reinigung in Narkose, nicht nur der Extraktion. Und fünftens die üblichen Kriterien, bei dieser Rasse mit besonderem Gewicht: Erstattung bis zum 4-fachen GOT-Satz für den Notdienst, ein hohes oder unbegrenztes Jahreslimit und eine Erstattung, die im Alter nicht absinkt. Warum der GOT-Satz zählt, erklärt der Ratgeber GOT einfach erklärt.
Wartezeiten: warum der frühe Abschluss beim Malteser entscheidet
Der Lebershunt ist angeboren und fällt typischerweise bei jungen Hunden auf, die Patellaluxation wird im Median mit vier Jahren diagnostiziert, die Meningoenzephalitis ebenfalls mit gut vier Jahren. Wer erst abschließt, wenn ein Befund existiert, ist für genau dieses Thema nicht mehr gedeckt, weil es dann als Vorerkrankung gilt. Bei einem Malteser, der mit acht bis zwölf Wochen einzieht, ist der beste Zeitpunkt die erste Woche nach der Übernahme.
Wie unterschiedlich Anbieter mit Wartezeiten umgehen, zeigt der Vergleich Lassie vs. hepster: Lassie verlangt neben 30 Tagen allgemeiner Wartezeit für bestimmte Diagnosen bis zu 18 Monate; bei hepster beträgt die allgemeine Wartezeit einen Monat, für bestimmte Erkrankungen wie die Patellaluxation gelten dort in allen Tarifen außer dem Hunde-OP-Tarif Superior besondere Wartezeiten von bis zu 12 Monaten. Bei Lassie sind außerdem angeborene, genetische und rassespezifische Krankheiten grundsätzlich ausgeschlossen, außer sieben Diagnosen wie der Patellaluxation; ein angeborener Lebershunt ist dort also nicht versichert. Bei der Uelzener stehen Lebershunt und Patellaluxation auf der Liste besonderer Erkrankungen und sind nach einem Jahr Wartezeit versichert, laut Bedingungen auch dann, wenn der Shunt schon in diesem Jahr auffällt und erst danach operiert wird. Allerdings darf die Uelzener sofort kündigen, wenn der Hund in einer Wartezeit erkrankt.
Was kostet die Versicherung für einen Malteser?
Den Beitrag berechnen die Anbieter individuell nach Rasse, Alter, Wohnort und Tarif. Ein reiner OP-Schutz liegt dabei durchweg unter dem Vollschutz mit Zahn- und chronischen Leistungen. Konkrete Zahlen für deinen Malteser zeigt der Rechner in wenigen Schritten. Eine Ausnahme ist die DFV, die ihre Beiträge nur nach Tarif und Alter staffelt und vollständig veröffentlicht; dort ist allerdings das Jahreslimit zu beachten: 1.000 Euro im ersten, 2.000 Euro im zweiten und 5.000 Euro ab dem dritten Versicherungsjahr.
Wichtiger als der Startbeitrag ist bei dieser Rasse die Laufzeit. Bei 13,1 Jahren medianer Lebenserwartung fällt ein großer Teil der Kosten in die Jahre 10 bis 13, also genau dort, wo Tarife mit absinkender Erstattung, Endalter oder einem Kündigungsrecht des Versicherers im Leistungsfall unangenehm werden. Gemessen an einer MUO-Diagnostik von bis zu 2.643 Euro netto vor der ersten Tablette relativiert sich der Monatsbeitrag schnell.
Checkliste für Malteser-Halter
- Diagnostik ohne folgende OP erstattet, wegen MRT und Liquorpunktion bei Verdacht auf Meningoenzephalitis.
- Dauermedikation und Kontrollen ohne engen Jahresdeckel, das ist bei dieser Rasse Kriterium Nummer eins.
- Bedingungen zu angeborenen Erkrankungen prüfen, Stichwort Lebershunt.
- Zahnreinigung in Narkose eingeschlossen, nicht nur die Extraktion; kein enges Zahn-Sublimit.
- Früh versichern, in der ersten Woche nach der Übernahme, bevor Leber, Knie oder Gehirn auffällig werden.
- Auf stabile Erstattung im Alter achten, die Rasse wird im Median 13,1 Jahre alt.
Fazit: den Malteser richtig absichern
Der Malteser ist eine robuste, langlebige Rasse, deren Sterblichkeit sich nicht von Mischlingen unterscheidet. Sein Risikoprofil ist trotzdem besonders, weil das teuerste Szenario keine Operation ist: Die Meningoenzephalitis unbekannter Ursache trifft ihn mit den zweithöchsten Odds aller in der größten Studie ausgewerteten Rassen, kostet nach der GOT bis zu 2.643 Euro netto allein für die Diagnose und danach Medikamente über lange Zeit. Dazu kommen Lebershunt, Zähne und Kniescheibe.
Schließe deshalb früh einen Krankenvollschutz ab, der Diagnostik und Dauertherapie ohne engen Jahresdeckel erstattet, angeborene Erkrankungen nicht pauschal ausschließt, Zahnleistungen einschließt und im Alter stabil bleibt. Dann trägt der Schutz über die 13 und mehr Jahre, die diese Rasse üblicherweise an deiner Seite ist.
Häufige Fragen zur Malteser-Versicherung
Ist der Malteser eine gesunde Rasse?
Nach den großen Datensätzen ja, mit einer klaren Ausnahme. Das mediane Lebensalter liegt bei 13,1 Jahren aus 2.021 ausgewerteten Maltesern, und die Sterblichkeit unterscheidet sich statistisch nicht von der Mischlingsgruppe (McMillan et al. 2024). Der Malteser ist keine Extremzucht. Sein besonderes Risiko sitzt im Kopf: Für die Meningoenzephalitis unbekannter Ursache hat er in der größten Fall-Kontroll-Studie dazu die zweithöchsten Odds aller ausgewerteten Rassen. Dazu kommen die üblichen Themen kleiner, langlebiger Hunde: Zähne, Kniescheibe und der angeborene Lebershunt.
Was ist MUO und warum trifft es den Malteser?
MUO steht für Meningoenzephalitis unbekannter Ursache, eine Gruppe entzündlicher Erkrankungen von Gehirn und Hirnhäuten, bei denen kein Erreger gefunden wird. In einer Auswertung von 1.121 Fällen aus 13 englischen Überweisungskliniken gegen 750.000 VetCompass-Kontrollhunde hatte der Malteser eine adjustierte Odds Ratio von 20,53 gegenüber Mischlingen, nur der Welsh Springer Spaniel lag höher (Choi et al. 2025). Unter den Fällen waren 4,01 Prozent Malteser, unter den Kontrollen 0,38 Prozent. Die Diagnose fällt im Median mit 4,33 Jahren. Warum gerade der Malteser, ist nicht abschließend geklärt; in der Literatur wird die Rasse sowohl bei der nekrotisierenden Form junger Hunde als auch bei der granulomatösen Form im Alter von 4 bis 8 Jahren genannt.
Was kostet die Diagnose einer MUO?
In 91,5 Prozent der Fälle der englischen Studie wurde die Diagnose mit MRT und Liquoranalyse gestellt. Nach der GOT summieren sich MRT (Nr. 177, 700 Euro), Intubationsnarkose (Nr. 345, 73,52 Euro), Liquorpunktion (Nr. 744, 34,34 Euro), Liquorlabor (Nr. 745, 36,57 Euro) und Liquor-Zytologie (Nr. 746, 36,57 Euro) auf 881,00 Euro beim einfachen und 2.643,00 Euro beim dreifachen Satz, jeweils netto und ohne Voruntersuchung. Danach folgt in der Regel eine dauerhafte immunsuppressive Therapie mit regelmäßigen Kontrollen. Eine belastbare deutsche Kostenzahl dafür gibt es nicht, aber der Punkt für die Tarifwahl ist klar: Ein reiner OP-Schutz zahlt bei dieser Erkrankung nichts, denn es wird nicht operiert.
Wie alt wird ein Malteser?
In der britischen Langlebigkeitsstudie von McMillan und Kollegen (Scientific Reports 2024) lag das mediane Lebensalter des Maltesers bei 13,1 Jahren, mit einem Konfidenzintervall von 12,6 bis 13,5 Jahren, ausgewertet über 2.021 Malteser mit 666 dokumentierten Todesfällen. Damit liegt er hinter dem Havaneser (14,5 Jahre) und vor dem Chihuahua (11,8 Jahre) aus derselben Auswertung. Für die Tarifwahl heißt das: Ein großer Teil der Lebenszeitkosten fällt in die Jahre 10 bis 13, wo Tarife mit absinkender Erstattung oder Altersgrenzen unangenehm werden.
Hat der Malteser häufiger einen Lebershunt?
Ja, aber nicht so stark wie Havaneser und Yorkshire Terrier. In einer Auswertung von 2.400 Fällen zum angeborenen portosystemischen Shunt wurde die Diagnose bei 1,6 Prozent der in nordamerikanischen Universitätskliniken vorgestellten Malteser gestellt, gegenüber 3,2 Prozent beim Havaneser, 2,9 Prozent beim Yorkshire Terrier, 0,18 Prozent über alle Hunde und 0,05 Prozent bei Mischlingen (Tobias und Rohrbach, JAVMA 2003, 2.400 Fälle). Das sind Klinikdaten, kein Populationswert. Weil der Shunt angeboren ist und typischerweise bei jungen Hunden auffällt, ist er das stärkste Argument für einen sehr frühen Abschluss.
Reicht eine OP-Versicherung für den Malteser?
Für Kniescheibe, Shunt-Operation und Zahnextraktionen ja, für das rassetypischste Risiko nein. Die Meningoenzephalitis wird nicht operiert, sondern mit Bildgebung und Liquorpunktion diagnostiziert und dann über lange Zeit medikamentös behandelt. Ein OP-Tarif ist auf Operationen samt Vor- und Nachsorge zugeschnitten; Diagnostik ohne Operation und Dauermedikation gehören dort nicht zum Leistungsbild. Bei einer Rasse mit 13 Jahren Lebenserwartung und 3-fach erhöhten Parodontitis-Odds in der Gewichtsklasse unter 10 Kilogramm ist der Krankenvollschutz deshalb die rundere Wahl.
Weitere Rassen
Quellen
Jede Quelle steht mit der Angabe, die sie belegt. Alle Quellen zuletzt geprüft am 18.09.2026. Einzelne Quellen wurden später geprüft, zuletzt am 16.10.2026; das Datum steht jeweils am Eintrag.
- petolo, Vertragsunterlagen Tierkrankenversicherung Hund (Tarifblatt und Allgemeine Bedingungen)Belegt: dass keine Wartezeiten bestehen (Ziffer 4), die Jahreshöchstleistung im Tarif Premium von 1.000 Euro im ersten Versicherungsjahr und unbegrenzt ab dem zweiten Jahr (Tarifblatt, Ziffer 3.8), die Erstattung im Tarif Premium von 80 Prozent und von 100 Prozent nach digitaler Erstberatung mit Überweisung durch den Online-Tierarzt vor Behandlungsbeginn (Tarifblatt, Ziffer 3.2.4) und die Erstattung schmerzstillender Zahnbehandlungen zum Tarifsatz (Tarifblatt, Ziffer 3.2.1).
- McMillan et al., Longevity of companion dog breeds: those at risk from early death, Scientific Reports 14:531, Supplementary Table S3Belegt: das mediane Lebensalter von 13,1 Jahren (95-Prozent-Konfidenzintervall 12,6 bis 13,5) für den Malteser, ausgewertet über 2.021 Malteser mit 666 dokumentierten Todesfällen, die Hazard Ratio von 0,93 (0,86 bis 1,00) gegenüber der Mischlingsgruppe mit p = 0,06, sowie zum Vergleich 14,5 Jahre für den Havaneser und 11,8 Jahre für den Chihuahua, alle aus Supplementary Table S3.
- Choi, O’Neill et al., Meningoencephalitis of unknown origin in dogs under veterinary referral care in England (2017-2021): a multicenter case control study, Frontiers in Veterinary ScienceBelegt: das Studiendesign mit 1.121 MUO-Fällen aus 13 Überweisungszentren in England und 750.000 Kontrollhunden aus dem VetCompass-Programm, die adjustierte Odds Ratio von 20,53 (95-Prozent-Konfidenzintervall 14,53 bis 29,01) aus Table 5 für den Malteser gegenüber Mischlingen als zweithöchsten Wert nach dem Welsh Springer Spaniel (23,76), die Rohzahlen von 45 Maltesern unter den Fällen (4,01 Prozent) gegenüber 2.871 unter den Kontrollen (0,38 Prozent) aus Table 7, den Anteil von 2,21 Prozent an den neuen neurologischen Überweisungen, den Diagnosegipfel bei 4 Jahren mit einem Median von 4,33 Jahren, die Diagnose mit MRT und Liquoranalyse in 91,5 Prozent der Fälle, die niedrigeren Odds für Hunde ab 15 Kilogramm gegenüber Hunden unter 10 Kilogramm sowie die Nennung des Malteser sowohl bei der nekrotisierenden (junge Hunde) als auch bei der granulomatösen Form (4 bis 8 Jahre) in der Einleitung.
- Tobias und Rohrbach, Association of breed with the diagnosis of congenital portosystemic shunts in dogs: 2,400 cases (1980-2002), Journal of the American Veterinary Medical Association 223(11):1636-1639Belegt: den Anteil von 1,6 Prozent Shunt-Diagnosen unter den in nordamerikanischen Universitätskliniken (Veterinary Medical Database) vorgestellten Maltesern, die Vergleichswerte von 3,2 Prozent beim Havaneser und 2,9 Prozent beim Yorkshire Terrier, den Anteil von 0,18 Prozent über alle Hunde und 0,05 Prozent bei Mischlingen sowie die Datenbasis von 2.400 Fällen aus der Veterinary Medical Database 1980 bis 2002.
- O’Neill et al., Epidemiology of periodontal disease in dogs in the UK primary-care veterinary setting, Journal of Small Animal Practice 62(12):1051-1061Belegt: die Zufallsstichprobe von 22.333 Hunden mit einer Jahresprävalenz von 12,52 Prozent für Parodontalerkrankungen, die 3,07-fach erhöhten Odds (2,57 bis 3,67) von Hunden unter 10 Kilogramm gegenüber Hunden von 30 bis unter 40 Kilogramm und die 3,91-fach erhöhten Odds (3,31 bis 4,61) ab 12 Jahren gegenüber Hunden von zwei bis unter vier Jahren.
- O’Neill et al., The epidemiology of patellar luxation in dogs attending primary-care veterinary practices in England, Canine Genetics and Epidemiology 3:4Belegt: die Prävalenz von 1,30 Prozent über 210.824 Hunde in 119 Praxen, das mediane Diagnosealter von 4,0 Jahren und die 3,7-fach erhöhten Odds (3,1 bis 4,3) der Kennel-Club-Gruppe Toy in der univariablen Auswertung. Der Malteser wird in dieser Arbeit nicht als eigene Rasse ausgewertet.
- FCI-Standard Nr. 65 Maltese (Malteser), deutsche FassungBelegt: die Widerristhöhe von 21 bis 25 Zentimetern bei Rüden und 20 bis 23 Zentimetern bei Hündinnen, das Gewicht von 3 bis 4 Kilogramm, den Ursprung im mittleren Mittelmeergebiet unter italienischem Patronat und die Erwähnung der Rasse bei Aristoteles und im antiken Rom im Abschnitt zur Geschichte.
- Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), WelpenstatistikBelegt: 176 Malteser-Welpen im Jahr 2025 und 157 im Jahr 2024 sowie 530 Havaneser-Welpen 2025, jeweils nur für Hunde mit VDH-Papieren.
- Dalma, Patellaluxation beim Hund: KostenBelegt: 600 bis 1.500 Euro für die Operation je Knie sowie die gesondert genannten Posten Diagnostik, Nebenkosten mit Narkose und Nachsorge.
- Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) vom 15. August 2022, BGBl. I S. 1401Belegt: die Gebührenpositionen Nr. 177 Magnetresonanztomographie 700,00 Euro, Nr. 345 Intubationsnarkose 73,52 Euro, Nr. 744 Liquorpunktion 34,34 Euro, Nr. 745 Labor Liquor 36,57 Euro, Nr. 746 Liquor-Zytologie 36,57 Euro, Nr. 932 Entfernung von Zahnstein und Belägen mit Scaling und Politur 61,97 Euro, Nr. 337 Inhalationsnarkose Hund 61,57 Euro, Nr. 16 Allgemeine Untersuchung mit Beratung 23,62 Euro, Nr. 951 Zahnextraktion 10,26 Euro und Nr. 955 Zahnextraktion kompliziert 41,04 Euro, jeweils einfacher Satz netto, sowie den Rahmen vom Einfachen bis Dreifachen des Gebührensatzes nach Paragraf 2 Absatz 1 und den Notdienstrahmen nach Paragraf 4 Absatz 1.
- hepster, Allgemeine Versicherungsbedingungen Hundekrankenversicherung 2026Belegt: die allgemeine Wartezeit von einem Monat (Ziffern 2.2.3, 3.2.3, 4.2.3) und die besondere Wartezeit von 12 Monaten für die Patellaluxation in den Tarifen Basis, Premium und Superior (Ziffern 2.2.5, 3.2.6, 4.2.6).
- hepster, Allgemeine Versicherungsbedingungen Hunde-OP-Versicherung 2026Belegt: die allgemeine Wartezeit von einem Monat (Ziffern 2.2.3, 3.2.3, 4.2.3), die besondere Wartezeit von 12 Monaten für die Patellaluxation in den Tarifen Basis und Premium (Ziffern 2.2.6, 3.2.6) und dass im Tarif Superior für diese Diagnose keine besondere Wartezeit gilt (Ziffer 4.2.4).
- Lassie, Allgemeine Versicherungsbedingungen OP- und KrankenversicherungBelegt: die allgemeine Wartezeit von 30 Tagen (Ziffer 2.2), die besondere Wartezeit von 18 Monaten für sieben Diagnosen einschließlich der Patellaluxation (Ziffer 2.2.1) und den Ausschluss angeborener, genetischer und rassespezifischer Krankheiten unabhängig davon, wann sie erstmals beobachtet wurden, mit Ausnahme dieser sieben Diagnosen (Ziffer 4 a).
- Uelzener, Bedingungen Hunde-Krankenversicherung 2025 (BKVHu)Belegt: die Wartezeit von 1 Jahr für besondere Erkrankungen, darunter Lebershunt, Patellaluxation sowie Zahn- und Kieferanomalien (Ziffer 1.5.6 und 2.2), den Leistungsanspruch auch dann, wenn die Erkrankung vor Ablauf der 1-jährigen Wartezeit auftritt, die Behandlung aber danach erfolgt (Ziffer 3.3), den Ausschluss tierärztlicher Konsultationen und Untersuchungen, die keine Heilbehandlung oder Operation nach sich ziehen, sowie prophylaktischer Zahnreinigungen und Zahnsteinentfernungen außerhalb des Vorsorge-Bausteins (Ziffer 3.7 a), den Vorsorge-Baustein bis 500 Euro pro Versicherungsjahr mit 25 Prozent Selbstbeteiligung je Rechnung (Ziffer 2.5), die Erstattung von Heilbehandlungen und Operationen einschließlich Zahnbehandlungen wegen einer Erkrankung unabhängig vom GOT-Satz (Ziffer 2.1) und die Anpassung des Beitrags an das Lebensalter (Ziffer 6.3).
- Uelzener, Allgemeine Bedingungen für Tierversicherungen (ABTV)Belegt: das Recht des Versicherers, den Vertrag mit sofortiger Wirkung zu kündigen, wenn das Tier innerhalb der Wartezeit erkrankt oder verunfallt (Ziffer 4.5).
- Uelzener, Leistungsübersicht HundeprodukteBelegt: die unbegrenzte Vor- und Nachbehandlung in der Krankenversicherung und die Kostenübernahme bis zu 100 Prozent in jedem Alter.
- DFV, Anhang zu den Versicherungsbedingungen DFV-TierkrankenSchutz (Leistungstabelle und Beiträge)Belegt: dass die DFV ihre Monatsbeiträge für den Hund vollständig veröffentlicht und nur nach Tarif und Altersstufe staffelt, nicht nach Rasse, sowie die Gesamtleistung pro Versicherungsjahr von 1.000 Euro im ersten, 2.000 Euro im zweiten und 5.000 Euro ab dem dritten Versicherungsjahr.
Der Malteser-Wert aus der McMillan-Studie steht nicht im Haupttext, sondern in deren Zusatzmaterial (Supplementary Table S3). Die MUO-Odds und die Shunt-Anteile stammen aus Überweisungs- und Klinikpopulationen und sind keine Prävalenzen für alle Malteser. GOT-Beträge sind Nettowerte des einfachen Satzes, Kostenangaben von Versicherern sind Angaben des jeweiligen Anbieters.